Kantonspolizei ändert Strategie gegen fahrunfähige Lenker
Bekiffte, zugekokste und übermüdete Fahrzeuglenker oder solche, die aus anderen Gründen fahrunfähig waren, konnten bis anhin hoffen, durch die Maschen einer Polizeikontrolle zu schlüpfen. Die bisher eingesetzten Drogenschnelltests können viele Symptome, die zu Fahrunfähigkeit führen, nicht erkennen.
Es gibt daher eine begründete Annahme, dass bisher viele fahrunfähige Fahrzeuglenker unentdeckt blieben. Das ist eine der Erkenntnisse der Zürcher Kantonspolizei aus Tests vor rund fünf Jahren.
Daraufhin wurde ein Systemwechsel eingeläutet: von Drogenschnelltests hin zur Beobachtungsgabe der Polizisten.
Wechsel in der ganzen Ostschweiz
Die guten Erfahrungen, welche die Zürcher Gesetzeshüter damit machten, blieben auch im Kanton St. Gallen nicht verborgen. «Deshalb testen wir die Methode derzeit in einem Pilotprojekt auch in unserem Korps», sagt Bruno Zanga, Kommandant der Kantonspolizei St. Gallen.
Der Test startet diesen Monat. Von der Kantonspolizei sind rund 15 Korpsangehörige am Test beteiligt, von der Stadtpolizei St. Gallen rund 20.
Fallen die Tests positiv aus, ist es denkbar, dass das neue System flächendeckend in allen Ostschweizer Kantonen (Ostpol) eingeführt wird. Im sogenannten Ostpol organisiert sind die Polizeikorps der Kantone St. Gallen, Glarus, Graubünden, Schaffhausen, Thurgau, beider Appenzell, das Fürstentum Liechtenstein sowie der Städte Chur und St. Gallen. (snu)
Ob die neue Methode teurer oder günstiger ist als die bisherigen Schnelltests, lesen Sie in der «Südostschweiz» vom Dienstag.
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